Drei Sätze, die dein Kopf glaubt, bevor du überhaupt nachgedacht hast

Autor: Ralf List |

Drei automatische Annahmen laufen bei jeder Sorge im Hintergrund mit , egal worum es geht. So erkennst du den Filter dahinter.

Es gibt drei Grundannahmen, die bei fast jeder Sorge im Hintergrund mitlaufen , egal worum es gerade geht. Sie laufen so automatisch, dass du sie nie bewusst denkst. Du merkst nur das Ergebnis: die Anspannung.

**1. "Die Welt ist gefährlich."**

Nicht dieses eine Ereignis , die Welt als Ganzes. Eine Grundeinstellung, die vor jedem konkreten Gedanken schon feststeht.

**2. "Ich habe nicht genug, um mich zu schützen."**

Das Gefühl, den eigenen Ressourcen, dem eigenen Können nicht zu trauen. Auch dann, wenn die Fakten etwas anderes sagen.

**3. "Die Zukunft ist ungewiss."**

Was für sich genommen wahr ist , die Zukunft ist immer ungewiss. Das Problem ist, dass dieser Satz sich wie eine Bedrohung anfühlt statt wie eine simple Tatsache.

Diese drei Sätze sind der Filter, durch den dein Kopf läuft, bevor er überhaupt beim eigentlichen Thema ankommt. Ob es um den Job geht, um Geld, um eine Beziehung , der Filter ist immer derselbe. Nur der Inhalt wechselt.

Das ist der Grund, warum "positiv denken" bei echter Sorge so oft scheitert: Es setzt beim Inhalt an, nicht beim Filter.

**STOP-CHECK-SHIFT** setzt beim Filter an. Du unterbrichst nicht den Gedanken über das eine Problem , du unterbrichst die Grundeinstellung, aus der heraus der Gedanke überhaupt entsteht.

Das ist der Unterschied zwischen einem Gedanken bekämpfen und dem Boden verändern, auf dem der Gedanke wächst.